Soldat  &  Heldentum    

Die Mitwirkenden der Initiative-Dialog vertreten zum Soldaten und Heldentum  keine einheitliche Auffassung. Immerhin sind wir uns aber dahingehend einig, dass der Soldat als Teilnehmer eines Angriffs- bzw. Eroberungskrieges kein Held ist, sondern stets zum Verbrecher wird.
Beispiel:
Der Bankräuber kann sich noch so mutig, tapfer und geschickt gegen die verfolgende Polizei wehren, er wird nicht zum Helden, sondern ist, wofür er verfolgt wird. 
 
Heldentum zeichnet sich nicht allein durch Mut und Tapferkeit aus, sondern bedarf eines positiven Inhalts, legitimer Ziele und legitimer Methoden.
Der Soldat darf sein Handeln niemals allein von Befehlen abhängig machen, sondern ist der Menschlichkeit bleibend verpflichtet, was die Verpflichtung zur Befehlsverweigerung aus Gewissensgründen einschließt.
Das Grundgesetz garantiert die freie Entscheidung des Gewissens, den Wehrdienst zu verweigern. Dieses Grundrecht muss auch in Konfliktzeiten gelten.
 
Die Mitwirkenden versuchen nicht, die Haltung der Initiative zu vereinheitlichen, weil das eigentliche Ziel anspruchsvoll genug ist:  einen Beitrag zu leisten zum innenpolitischen Frieden - durch Argumentation gegen  extremistische Agitation und Gewalt. Aber die Häufigkeit der Themen Krieg & Heldentum veranlassen uns zur Klarstellung des Soldatenbildes. 

Unser Soldatenbild
Der Soldat ist wie jeder andere Mensch verantwortlich für alles, was tut oder unterlässt. Kein Befehl kann ihn von der  Verantwortung zur Gewissenhaftigkeit entbinden.

Folgerichtig bestimmt  § 22 Wehrstrafgesetzbuch, dass ein gegen die Menschenwürde verstoßender Befehl nicht befolgt werden muss.

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