Karfreitag ist der höchste christliche Feiertag. Er steht für die Kreuzigung Christi im Zeichen göttlicher Sündenvergebung >> Passion Christi, Passionismus

GEHT TANZEN !


Ein ansonsten gescheiter Facebookfreund (C-Politiker) meinte: 
"Wer am Karfreitag tanzen will, kann am Karfreitag auch arbeiten."

Nu' hatters jelöscht. Richtig so, denn ich wollte ihm schreiben, 

1. dass wer arbeiten soll, nicht tanzen kann, ausgenommen Tanzlehrer usw.,

2. dass wir uns darüber unterhalten sollten, ob die "Frohe Botschaft" eher die Sündenvergebung oder die Auferstehung ist. 
Wenn Sündenvergebung, dann Tanz ruhig auch heute am Karfreitag, obgleich versprochen hat er die Sündenvergebung ja nicht, sondern bloß drum gebeten, wenn man es sich genauer anschaut als gepredigt wird.

3. Und ich finde meine (bisherigen) Sünden nicht gar so schlimm, dass dafür ein Unschuldiger gekreuzigt werden müsste, wie ich überhaupt gegen Menschenopfer bin. 
Und war darüber schon als Kind nicht froh, wie auch immer alle probierten, es mir heilig zu reden.

Aber allemal: Sei lieb gegrüßt aus Berlin und genieße die Feiertage, derer wir viel zu wenige haben, auch zum Tanzen ;-)

Markus S. Rabanus 20170417


Aber tanzt den Religiösen nicht auf der Nase !!!

Während sich das obige Posting eigentlich eher theologische Fragen aufwerfen sollte, ging es in der anschließenden Facebook-Debatte bislang ausschließlich um die politische Frage des Respekts vor Religiösen, deren Feiertagen und das Verbot von Tanzveranstaltungen.

Also dann dazu: Der Respekt wäre gewahrt, indem Tanzveranstaltungen nicht in öffentlicher Gegenwart von Christen stattfinden und wenn an religiösen Feiertagen keine Gegenveranstaltungen die Religionsausübung der Gläubigen nicht beeinträchtigt werden. 

ABER zu verlangen, dass alle anderen in Stille, in selbige Trübsal oder Freudentaumel fallen, wie es einge Gläubige von Andersgläubigen und Atheisten verlangen, das hat nichts mehr mit Respekt zu tun, weil der Respektanspruch keine Einbahnstraße sein darf. 

Markus S. Rabanus 20170418


"Alle Jahre wieder!" provozieren muntere Christen mit Sprüchen zugunsten des Tanzverbots.
"Alle Jahre wieder!" soll dann auch Antwort sein
.

Meine Antwort des Karfreitags 2019 lautete: 

Wir sind gewiss und leider kein "tanzendes Volk", aber ein Staat, der religiöse Verbote für Andersgläubige und Nichtreligiöse unter Strafandrohung verbindlich macht, verletzt das Menschenrecht. - Nicht immer nur in Saudi-Arabien, im Iran usw.

Markus S. Rabanus 201190419

Dazu ein Tanzfilmchen: 
facebook.com/ayana.young.395/videos/10219009413216081/?hc_location=ufi  


Schon zuvor und in all den weiteren zweittausend Jahren des Streits der Horden um das Goldene Kalb als Streit um den richtigen Glauben und die richtigen Zeremonien, trat der Spielverderber auf und sprach: 

Ihr sollt nicht töten! Ihr sollt vergeben und Eure Feinde lieben!

Vergebung? Die Feinde lieben?  Mitten im Krieg?

Da nannten ihn welche einen Heuchler, einen Verräter. Und kreuzigten ihn.

Zu allen Zeiten.

Wann immer der Spielverderber kam. Und gemeinsame Regeln anmahnte.

msr20090410      

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