Eigentum und Reform
"Meine Frau, mein Haus, mein Auto, ..."
Das Eigentum scheidet nicht nur die sozialen Schichten/Klassen, sondern auch die Gemüter, denn "das Sein bestimmt das Bewusstsein" (Marx) ein ganzes Stück weit.

Das Eigentum ist grundgesetzlich garantiert und beschränkt:

Art. 14 GG

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

 
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Wer sein Leben so führt, dass vom Erwerb nichts übrig bleibt, weil alles verkonsumiert wird, kommt zwar zu Genuss, aber nicht zu Eigentum. Solche Leute werden nach diesem GG-Artikel nicht "sozialpflichtig". - Mit dieser Kritik will ich nicht die Sozialpflichtigkeit des Eigentums angreifen, wohl aber Problembewusstsein schaffen, dass die Schuldenmacher gegenüber Sparern besser stellt.  Stichwort: Vermögenssteuer
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Art. 15 GG

Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art. und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
 
Es scheint mir mit globalem Denken und sozialer Gerechtigkeit nicht vereinbar, wenn der Boden und die natürlichen Ressourcen der Erde einzelnen Menschen oder einzelnen Staaten gehören und nicht der Menschheit als Ganzes. -

"Eigentum sollte nur sein dürfen, was an Wert durch den Menschen geschaffen wurde, während alles andere (Natur) allenfalls "Besitz" sein darf, für den erforderlichenfalls Gegenleistung  verlang werden musst, um seinen Gebrauch/Verbrauch gerecht zu regeln, Missbrauch zu vermindern/verhindern.
sven 200304
   
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