Nacht der Juden-Pogrome

1938

Es stand in allen Zeitungen
"Reichskristallnacht"

in weniger als 48 Stunden
brannten
über 190 Synagogen nieder. 

8000 Geschäfte zerstört
und geplündert, 

100 Menschen gemordet.

Brennende Synagoge in Essen 1938

Was dachten die Menschen ?


Berlin-Mitte am 9. November 1938

Mein Vater,  1919 geboren, kam an der Münzgasse vorbei.
Die Münzgasse war gesperrt. Die Nazis wollten allein sein 
mit den Juden.

Das Volk war Zeuge genug, dass die Juden in den Händen der 
Nazis verloren waren.

Am nächsten Tag in der Schule sprach niemand darüber. 
In den Zeitungen stand, dass es 
"der Tag des Volkszornes"  war.

Das war gelogen, aber wer widersprach? 

Und die meisten blieben sogar stumm über die Zeit der Nazis hinaus, denn sie fühlten sich mitschuldig und schonten darum die Nazis.

Keine Diktatur funktioniert besser, als sich ein Volk gefallen lässt.
  


Kiel  am 9. November 1938

Meiner Mutter, 1922 geboren, Politik war im Elternhaus ein Tabu und draußen der 9. November.

Die Hetze gegen die Juden und die Verfolgung waren "so normal"!

Stattdessen erinnert sie sich, dass eine jüdische Mitschülerin schon länger in der letzten Reihe sitzen musste und irgendwann fehlte: 

"Da fragte ich nicht, wo sie war?"

"Wie konnte ich nur so sein! Unfassbar oder ich wollte mich so nicht ertragen und gestand mir das nicht ein." 
 

Das Leben NEBEN den Verbrechen
war für die meisten
"ganz normal".

Alle Geschichte hat Vorgeschichte:
z.B. 1932/33 Als die Deutschen Hitler wählten

Reichspogromnacht
dokumentiert vom Deutschen Historischen Museum

weitere Datumsbezüge zum 9.November