Einstein-Pazifismus

Albert Einstein, *14.3.1879 in Ulm, † 18.4.1955 in Princeton 

Hauptmerkmal des Einstein-Pazifismus ist, dass schon die bloße Entdeckung der "Atomspaltung" zu militärischen Zwecken eine weltrepublikanische Ordnung zur zwingenden Überlebensaufgabe der Menschheit macht. 
Einsteins Pazifismus geht also 
a) mit dem weltrepublikanischem Momentum über den Atompazifismus hinaus, 
b) ist ihm der Atompazifismus Dringlichkeitsmoment für den weltrepublikanischen Pazifismus

Markus S. Rabanus
20180122 / 20180208

Sehr zu empfehlen, zumal unterhaltsam und geistreich, das Zitate-Buch "Einstein sagt" als praktisches eBook. Aber ich mochte nicht länger die Prüfung schuldig bleiben, ob meine Einstein-Lieblingszitate ihrem Kontext die Treue wahren, um sie für unseren UNO-Pazifismus einspannen zu dürfen.
Endlich im Januar 2018 die Einstein-Textsammlung "FRIEDEN. Weltordnung oder Weltuntergang"  (nicht als eBook erhältlich) gekauft und gestaunt, gestaunt, gestaunt. 

Aber klarer Befund: "Wir durften und dürfen" ihn für unsere Zwecke zitieren, denn Einstein passt genau, wie er den föderal-weltrepublikanischen Pazifismus Immanuel Kants für das Atomzeitalter aktualisierte. Plus konkreter Umsetzungsvorschläge. 

Ich wusste zwar einiges aus Sekundär-Literatur, von der ich mir mehr "Roten Faden" versprochen hatte, denn bloßen Briefen ist es typisch, dass sie grad mal enthalten, was dem Adressaten an Verstand zugetraut wird oder abverlangt an Aufmerksamkeit, aber so viel Tiefgang und Engagement hatte ich auch diesem großen Denker schon aus Gründen des Zeitbudgets weder zugetraut noch zugemutet, zumal so sehr viel dürftiger ist, 
- was derweil die Fachwissenschaften der Friedensforschung zu Wege brachten, 
- was derweil die Friedensbewegung bewegte oder gedanklich umtreibt, 
- was die Politik immer wieder verbockt, obgleich längst nicht nur die Atomwaffen, sondern auch viele globale Probleme entschiedenere Schritte zu mehr Weltrepublikanisierung nahelegen. 

Wie schon oben zum "Hauptmerkmal" dargelegt, wäre es durchaus angebracht, von einem "Einstein-Pazifismus" zu sprechen. Und an die Friedensforschung der Auftrag, aus den Einstein-Briefen den "Roten Faden" zu spinnen, ansonsten machen es Leut' wie ich - und dann beschwert Euch nicht ;-) 

Trotz des Umfangs ist die Textsammlung rasch lesbar für alle, denen Frieden auch nur halbwegs Bedeutungsrang hat. Und für jeden Menschen mit Sinn fürs Weltbürgerliche ein Hochgenuss.

Zwecks Ausleihe ist für unsere kleine IniDia-Bibliothek ein Zweitexemplar bestellt. Weitere werden folgen. Klassiker kaufen wir gebraucht. Zumeist unter 10 € und gelegentliche Verluste ruinieren nicht ;-) Im Gegenteil, denn vielleicht sogar sinnvoll, Ausleiher zur Weiterverleihe zu verpflichten. Naja, Scherz. 
  
Überdies bat ich die Verlage via Amazon, das Buch als eBook aufzulegen. Seid so nett und fordert es ebenfalls. Es geht ganz einfach, weil Amazon dafür ein spezielles Anklick-Feld hat.

Zu den üblichen Rezensionen: 

Mitunter heißt es, das Buch sei ein "Stück Geschichte der Friedensbewegung". - Schön wäre es, aber die Friedensbewegung war stets nicht bloß in ihrer Breite, sondern auch in ihren Köpfen selten mehr als antimilitaristisch, friedensdiplomatisch und/oder sozialrevolutionär unterwegs, ohne die weltorganisatorische Konsequenz zu ziehen, das völkerrechtliche Gewaltmonopol der Vereinten Nationen durch ein UNO-Streitkräftemonopol zu realisieren. 

Markus S. Rabanus 2018-01-21 

2018-02-08 Zweitexemplar ist eingetroffen, geht zunächst an Rüdiger.  Beide Ausgaben sind identisch gegliedert. 

2018-04-19  Inzwischen mehr als 10 Ausgaben im Bestand >> Ausleihe

>> Das Pazifistische Manifest

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